„Die hauptsächlichen Eigenschaften des Lichts sind: 1. Es dehnt sich kreisförmig nach allen Seiten um Körper aus, die man
leuchtend nennt. 2. Und in jede Entfernung. 3. Und in jedem Moment. 4. Und gewöhnlich in geraden Linien, die man für die
Lichtstrahlen halten muss. 5. Und mehrere dieser Strahlen, die von verschiedenen Punkten kommen, können sich in ein und
demselben Punkt versammeln. 6. Oder, von ein und demselben Punkt kommend, können sie sich an verschiedene Punkte
begeben. 7. Oder, von verschiedenen Punkten kommend und nach verschiedenen Punkten strebend, können sie durch ein und
denselben Punkt gehen, ohne einander zu behindern. 8. Und sie können sich manchmal auch wechselseitig behindern, nämlich
wenn ihre Kraft sehr ungleich ist, und die der einen viel grösser ist als die der anderen. 9. Und schliesslich können sie durch
Reflexion abgelenkt werden. 10. Oder durch Brechung. 11. Und ihre Kraft kann vermehrt werden, 12. oder durch die
verschiedenen Qualitäten der Materie, die sie empfängt, vermindert. Das sind die hauptsächlichen Qualitäten, die man am Licht
beobachtet, welche alle dieser Tätigkeit entsprechen, wie Sie sehen werden.“
“[...] 1. Mode ist die neue Indie-Musik geworden, weil man mit dem Droppen von kleineren hochqualitativen Designern im Handumdrehen Leute aus dem Gespräch ausgrenzen kann. [...]
2. Kunst ist die neue Popmusik, weil in Monopol, in Sleek oder beim wöchentlichen Atelierbesuch im halbneuen Zeitmagazin zum Beispiel über Künstler berichtet wird, wie im Feuilleton über Popmusik. Marke: Sollte man kennen, muss man haben.
3. Nur was ist Musik eigentlich noch? Außer schön natürlich und auf dem Ipod. [...]”
“I said in the above interviews that when Jeff Han’s solution was shown, it was officially over for surface innovation. I called them Hypertables, Hypersurfaces and Object Oriented Objects, MIT people called them Things That Think amongst other terms (and ages before me), and then before all that there was Bill Buxton and Myron Kruger. So none of this is new. But what we needed was a starting block, a sort of ok, fiddling’s over, time to use this stuff. Jeff solved the fundamental visual-gestural language, and all we had to do from there was to start using it.
I also should mention here what got cut out of the Fast Company interview, in response to the question « are hypertables the replacement for the keyboard/mouse combination? » My answer to that was « look at the Wii ». You cannot seperate the iPhone introduction from the introduction of the Wii controller. Both are looking to phsyicalize algorithms, make algorithms maleable physically, and as far as that goes, the field is still wide open. Keyboards and mice are still workable, so they probablly won’t die, no, beacause people will be writing things for a long time to come. Neither the Wii, nor the iPhone, to Surface, will help you write your blog. Maybe your video blog, but not your text blog.
Or maybe a million little things will complement the keyboard and mouse, or maybe just a half-dozen solutions will turn out to be modular enough to solve most of the things we will want to do. Or maybe Cronenberg is right, and it’ll be your body itself. But in my opinion 1) phyiscal objects are good for abstract thinking, and 2) no single object will be fully modular enough for all uses. There will not be one single system, although touch will indeed solve quite a few of the old ones. But whatever the case, the interfacing will require interfacing algorithmically. And when it comes to interacing algorithmically, nothing beats the Rubik’s Cube.”
Es ist eine überwältigende Perspektive die auf die sterbliche Welt herabflutet ob man sie als Klang, als Licht, als Harmonie oder Disharmonie wahrnimmt, spielt keine Rolle. Denn was man sieht, ist mehr als jedes einzelne dieser Dinge und mehr als sie alle zusammen.
Die Sterne sind Licht, aber sie sind ürsprüngliches weißes Spektrallicht wie sonst kaum etwas. Sie sind Klang, aber ihr schweigen ist betäubend. Wenn man sie sich auf einem Radioteleskop anhört, klingen sie unfasslich sirrend, geheimnisvoll wie die Kommunikation von Walen oder Delfinen, deren Klängen jenseits unserer Hörfähigkeit liegen. Wir haben keinen Zugang, aber in einem anderen Sinne sind die Dinge, zu denen wir nicht durchdringen, gerade wir selbst und wir können es nicht erkennen.
aus “Der Mensch, die Nacht und die Sterne”, Richard Grossinger
Wie schätzt Du Deine Arbeit ein? Verhälst Du dich kritisch zum Designdiskurs oder arbeitest Du innerhalb des Designsystems?
Ich bin sehr kritisch gegenüber dem Design eingestellt, weil es sich selbst konzeptionell einschränkt. Das Design beruht zu sehr auf Formen ohne Inhalt. Wenn wir mal das Hardcore Design nehmen, da legen die Firmen zu viel Wert darauf, Produkte zu formen und zu verkaufen.
Meiner Ansicht nach ist die Welt zu komplex geworden um sich auf die Form allein verlassen zu können. Man muss mit Erinnerungen arbeiten, mit Kontexten. Die Vorstellung vom Designer als einem Formgeber oder Problemlöser ist sehr einengend und nicht mehr zeitgemäß.
Lässt sich im Design eine Veränderung beobachten in der Hinsicht, dass das Design konzeptueller wird oder sich mehr in die Richtung Kunst entwickelt?
Vielleicht, das Ganze geht aber eher in die Richtung einer für mich uninteressanten Kunstwelt. Einige Designer gestalten ästhetische Objekte, gehen damit ins Museum und signieren die Stücke als Werke und Skulpturen, andere behandeln Möbel wie Luxusartikel. Im Kunstbereich fällt mir hingegen auf, dass immer mehr Menschen an der Gesellschaft als ökonomischer Struktur arbeiten, jedoch nicht im Kontext von Konsum.
Ich als Designer oder Ex-Designer habe nach wie vor ein gutes Verhältnis zum Konsum. Allerdings möchte ich gute und intelligente Dinge konsumieren. Den Wunsch, sich außerhalb der Konsumgesellschaft zu befinden, kann ich nicht nachvollziehen. Jeder Einzelne sollte doch gegenüber dem Konsum einen Standpunkt beziehen.
Du akzeptierst also die Konsumgesellschaft, aber Du würdest sie gerne mit intelligenten und komplexen Produkten bereichern?
Heutzutage konsumieren die Menschen in hohem Maße romantische und idealistische Vorstellungen und das ist nicht mehr zeitgemäß.
Mich interessiert eine Welt in der man frei von diesem Klischees ist. Die Vorstellung von Besitz ist meiner Meinung nach überholt. Es beschwert einen, man ist nicht beweglich oder kann nicht Dinge verändern. Was den Konsum von Objekten und Produkten anbelangt, nimmt die Nahrung den wichtigsten Stellenwert ein, da man sie kontinuierlich kaufen muss.